„Es gibt zwei Dinge die man niemals tun sollte:

1. In der Öffentlichkeit Scheißen und 2. Dosenbier in einen Becher kippen, bevor man es trinkt. „, so kommentierte Marvin die ersten Nachbarn die uns, ja auf unserer Wiese kann man fast sagen, den Platz streitig machen wollten. Die Einträge fallen dieses Jahr sehr sehr spärlich aus. Im Folgenden versuche ich keine glaubhaften Gründe dafür zu finden, sondern ergieße mich in kümmerlichen Ausreden. Wir haben alle wohlverdienten Urlaub und jeder Anschlag auf der Tastatur nimmt den so langsam aufkommenden Hauch der Tiefenentspannung. Die Sonne in den ersten Tagen hat uns übermäßig zu schaffen gemacht und in Kombinantion mit unglaublich viel Essen sehr träge gemacht. Wir haben zu wenig Zeit. Wir haben zu viel wichtiges vor (Kofferraumrasur etc. etc.), Sonnenuntergänge zum Beispiel. „Mhmm schön. Ohh Toll. Ramontisch!“

Genug. Irgendwie fehlen hier eine ganze Menge Leute. Janne konnte uns immerhin noch für 2 Tage mit ihrer Anwesenheit bespaßen (Daumen Hof, We like!), aber Inge, Ingeborg aka Inga der Boss wurde bisher leider nicht gesichtet. Erschwerend hinzu kommt, dass auch Flip, Phillie aka Herr Borowski es leider nicht einrichten kann unsere Crew zu komplettieren. Als dann auch noch Vincent uns eine herbe Absage erteilte, setzten wir den Tunnelblick auf und ertranken unseren Kummer in Wein, Dosenbier, Rhabarberschnaps und Runentee. Die Kopfschmerzen am nächsten Tag machten es nicht besser und verstärkten die Trauer nur noch.

Wir hoffen einfach, dass das Zeitmanagement für’s nächste Jahr besser aussieht und die ganzen Studenten, die ja kaum Zeit haben… ihre Zeit irgendwie Papptellerwochenfreundlicher einteilen können und die Runde wieder größer ausfällt :*

Und nun zum Wetter. Die Sonne lacht. Der Wind nicht. Wir konnten zwei Anfängerwindtage auf unser Surfkonto verbuchen. Und haben einen Tag für die traditionelle Tour nach Ringköbing genutzt. Für gestern sah es weiter nördlich nach etwas besser aus und Verena und ich haben einen Tagetrip nach Klitmøller und Hanstholm gewagt. Belohnt wurden wir mit reichlich Sonne kleinen, aber spaßigen Wellen und Wind für’s 5.3er. Sogar das Waveboard kam später leicht ins Rutschen (Tag 5). In der Homebase in Skaven reichte der Wind auch, um Wikinger Marvin mit dem 6.9er über den Teich zu schießen. Um 22:54 trudelten die Roadtripper auf dem Campingplatz ein, sich selbst schon für diese Punktlandung feiernd, macht doch um 23:00 Uhr die Schranke nicht mehr auf. Zu früh gefreut. Surfer die auf fremden Gewässern unterwegs sind, müssen heute leider draußen bleiben. Dänische Zeitschaltuhren ticken leider anders. Also den Bus am Strand geparkt. Der Morgen begann jedoch nicht mit Möwengeschrei…

 

Opi hat ein neues Hobby. Toll.

Nachdem Peter uns wieder Asyl einräumte und Verena das Gefährt eiskalt auf alte Position geparkt hatte, ging es heute nach Henne Strand. Bruzzeln in der Sonne und Baden in die Nordsee drinne. Danach nochmal nach Hvide Sande und geguckt, ob alles beim Alten ist. Ist es.

Und jetzt haltet euch fest. Stellt die Weingläser bei Seite und weckt euren Sitznachbarn: Morgen ist WIND! W.I.N.D! Er kommt zwar aus dem Osten, wird aber von keiner Mauer gebremst. Da geht einiges, so hoffen wir jedenfalls. Die ersten Nachbarn haben bereits heute ihre Segel für morgen aufgeriggt und unsere geballte Fachkompetenz im Segelfeintuning in Anspruch genommen. Ob Sie mit diesem feinst abgestimmten Waffen morgen auch noch umgehen können wird sich zeigen. Marvin jedenfalls greift morgen voll an, das GPS ist einsatzbereit. Die Resk’sche Ehre will verteidigt werden. Stimmen, die von eigenen Rekorden mit fragwürdigen Beweisfotos erzählen, werden als Fotomontage abgetahn.

In diesem Sinne, Gute Nacht, wir sind heiß wie Frittenfe…eeeh….Öl im Aluschälchen auf dem Kohlegrill! Angriff!

Hang Loose

Yannick

 

PS: Vincent, habt ihr auf keinem Foto gesehen 😉 Mysteriös…

all good things come to an end…

Nachdem wir  Tag 13 mit einem entspannten Lagerfeuer ausklingen ließen,  durch enorme Mengen an brennbaren Material aus der Nähe des Hafens unterstützt, kwelten (insider) sich alle nach und nach aus den Kojen. Die Sonne ließ es auch gar nicht zu, ein wenig mehr zu Schlafen. Summertime – as always. Wind war natürlich wieder nicht in Aussicht, aber ein bisschen Rumgedaddel sollte dann auf jedenfall doch nochmal sein. Den Großteil des Tages also auf und im Wasser verbracht, um nicht zu überhitzen. Oberstes Tagesziel war, es endlich mal zum Sonnenuntergang zu schaffen und mit dem Essen schon fertig zu sein. Also alle zusammen relativ zeitig mit dem Grillen begonnen, zwei Grills sorgten für maximale Übersättigung. Irgendwie war die Trinklaune bei allen vorhanden, obwohl fest abgemacht war am nächsten Morgen früh aufzustehen um alles abzubauen. Wir schafften es, trotz jeweils sicher drei Kilo mehr auf den Hüften, rechtzeitig zum Sonnenuntergang und genossen die ramontische Stimmung im Gegenlicht. Nachfolgend startete ein Abwasch in Mopsgeschwindigkeit. Mit großer Sicherheit wurde diese Rekordzeit nur durch den motivierenden Zwischenruf „PROST!“ erreicht, bei dem jeder möglichst schnell einen Schluck trinken musste. Die Anzahl an abzuwaschendem Besteck und zu bewältigenden Schlücken pro Person, dürfte in etwa gleich hoch ausfallen (Wir waren eine große Runde beim Essen). Weiterverlagert wurde das Beisammensein schließlich in Helges Vorzelt, wo jeder mal einen Schwank aus seiner Jugend (haha sind wir alt!) zum Besten geben durfte. Das Thema Klassenfahrt erfreute sich größter Beliebtheit. Octopussy durfte natürlich auch nicht fehlen. Als sich um halb drei der Itzehoher Angler, aus dem Zelt gegenüber in Unnerbüx, an der Zelttür über unsere Lautstärke beschwerte freuten wir uns kurz über sein Erscheinen und verlagerten den Standort erneut. Einige ins Bett und einige ans Waschhaus. Hier war die Lautstärke sicher doppelt so hoch wie vorher im Vorzelt, der arme Angelmann…aber was beschwert der sich auch, wir hatten nichtmal Musik an. Weiter ging es an den Strand, aber nicht ohne vorher nochmal die „Schnatz“-Vorräte aufzufüllen. Es sollte außerdem deutlich gemacht werden, dass Hunde ihr Geschäft bitte nicht im Zelteingang von Nils und Tristan zu erledigen haben. An der Fischerhüttengedächtnisbank angekommen machten wir schnell ein unerlaubtes Treiben auf der Landzunge aus. Dort fuhren zwei Autos munter rauf und runter. Na so geht das aber nicht um drei Uhr nachts. Auch der Unterhosenangler wäre  – not amused. Wie stoppt man also unauffällig, nachhaltig und effektiv so einen Schabernack? Richtiiig eine Straßensperre! Ist doch klar! Abgewartet bis beide Autos auf der Spitze der Landzunge verschwunden sind. Sprint zur Feuerstelle und Holz und Steine besorgt und zu einer Straßensperre aufgebaut – da führte kein Weg mehr dran vorbei. Kurzes Siegerfoto und zurück in sicherer Entfernung beobachten, ob unser glorreicher Plan funktioniert. Erste Zweifel kommen auf: „Was ist denn, wenn die da voll reinfahren, die sind schon ziemlich schnell?“ -„Selbst Schuld!“ Nach einiger Zeit setzen sich beide Fahrzeuge in Bewegung. Tempo erstaunlich hoch. Ohoh. Unsere Sperre steht etwa 20m hinter einer Kurve. Das Überaschungsmoment ist also ganz auf unserer Seite. Gleich muss es soweit sein…scheisse ist der fix…sieht er das denn nicht? Scharfe Vollbremsung! Das können maximal 50cm sein die sein Gefährt vor einem ungewollten Facelift trennen. Viel besser aber, dass Kollege im Auto N.2 noch viel schneller Unterwegs ist… DAS WAR KNAPP! Fast hätte es 1x Heck und 1x Fronterneuerung gegeben. Türen knallen, lautstarkes Fluchen, Hulk persönlich schmeißt den größten Baumstamm ohne erkennbare Anstrengungen sicher 50m weit weg. Wir freuen uns tierisch über diese gelungene Aktion und suchen, als plötzlich auch noch ein Roller auf der Landzunge auftaucht, die sichere Deckung am Strand. Die ungezogenen Burschen strömen mit ihren Autos aus und rasen den Schotterweg an uns vorbei. Adrenalienspiegel – hoch. Den Moment nutzen und ungesehen ab auf den Campingplatz huschen. Puh geschafft. Wir sitzen noch einige Zeit vor unserem Camp, feiern immernoch unsere Aktion und Lauschen wie die Autos immer wieder die Straßen rauf und runter fahren. Uns finden die eh nicht – halb vier – Gute Nacht.

Um neun Uhr aufstehen – Topfit. Was ist denn hier kaputt? Unter normalen Umständen wäre jetzt eigentlich 12 Stunden Koma angesagt. Muss an der Sonner liegen, die scheint nämlich schon wieder. Bevor gefrühstückt wird, reißen wir in Rekordzeit unser Lager ab und bekommen alles trocken unter Dach und Fach. Gerade als das letzte Brett auf dem Autodach befestigt wird beginnt es, entgegen aller Wettervorhersagen, zu regnen. High Five auf unser Timing! Doch was ist das? Die Holländer gegenüber fangen gerade an ihr Zelt abzubauen… wieder im strömenden Regen! Die lernen es auch einfach nicht! Wir erfreuen uns maßlos über diesen Anblick. Als der Regen etwas nachlässt bekommen wir auf dem Premiumplatz von Familie Reske Asyl und können im Schutz von Bäumen gemütlich unser letztes Frühstück genießen – natürlich ganz Stilecht von Papptellern.

Und schneller als gedacht ist unsere gemeinsame Zeit in Skaven schon wieder rum. Zack – wie beim Schleudersturz, gerade merken das man abhebt und WOOSH liegt man schon im Wasser und weiß gar nicht was passiert ist. Mal wieder hatten wir eine super schöne Zeit zusammen und ich freu mich jedensmal wieder was für geniale tolle Menschen ihr alle seid! Ich freu mich jetzt schon aufs nächste Wiedersehen und bin mir sicher, dass wir das wieder alles irgendwie irgendwo hinbekommen. Wer weiß, vielleicht ja wieder in Skaven? Vielleicht auch wieder mit mehr surfbarem Wind? Mit Sicherheit aber mit jeder Menge Spaß und Entspannung! :)

Hang Loose Leute – ihr seid die Besten 😉

„Trinken wir ’n Schnaps?“

Janne und Inga schlagen gerade im Camp auf. Wir sind ein wenig betäubt von unserem Abendessen… zuviel Essen 😀 Es gab wieder Fisch und Fleisch und Feta und alles… einfach wirklich alles…und von allem zu viel. Die Knoblauchbutter a lá Yannick hält hier exakt 1 1/2 mal Grillen. Wir starten evtl gleich mal ein Lagerfeuer. Alkohol haben wir auch noch zuviel…klingt nach einem guten Abend. Der kleine Absacker nach dem Essen reichte sowieso noch nicht aus.

Den Tag heute mit genialer Planschaction im Fjord verbracht und die Sonnenbrände weiter verfeinert. Eine Böe langte sogar für ’ne Airjibe – Wahnsinn! Dies das ahoi ahoi – Gute Nacht 😉